PATRIK FLASAR hat seine Try-Out-Phase überstanden und besetzt somit die zweite Kontingentstelle beim EV Regensburg. Der 25-jährige Tscheche, der beim EVR mit der Trikotnummer 3 auflaufen wird, kam in der abgelaufenen Spielzeit in 42 Spielen auf acht Tore und 26 Assists.

Der EV Regensburg trifft in der ersten Runde des DEB-Pokals auf den ESV Kaufbeuren. Dies ergab die heutige Auslosung in Garmisch-Partenkirchen. Das Spiel findet am 16. September in Regensburg statt.

Die 1. Runde im DEB-Pokal im Überblick:
Schönheide - Schwenningen
Bremerhaven - U 20
Füssen - Riessersee
Regensburg - Kaufbeuren
Erding - Landshut
Halle - Rosenheim
Selb - Bietigheim
Bad Tölz - Dresden
Schweinfurt - Freiburg
Crimmitschau - Ravensburg
Rostock - Deggendorf
Klostersee - Bad Nauheim
Heilbronn - Hannover
Duisburg - Weiden
Peiting - Königsborn
Timmendorf - Weißwasser

Regensburg.  Er hatte den EV Regensburg auf John Sicinski und Thomas Daffner aufmerksam gemacht und eigentlich schon immer Interesse an Eishockey-Regensburg. Bei der kurzfristig einberufenen ersten öffentlichen Pressekonferenz in den Regensburg Arcaden wurde Philipp Michl nun als Neuzugang präsentiert. „Er ist mein Traumpartner“, sagt John Sicinski, dessen Vertragsverlängerung schon länger fest stand. „Zum Glück war er noch frei.“

Deshalb wurde sich der EVR mit dem 23-jährigen Stürmer aus der Landshuter Schule, der über die Stationen Passau, Landsberg und Dortmund in die Oberpfalz kommt, auch relativ schnell einig. „Ich bin überzeugt, dass wir mit dem EVR eine gute Rolle spielen und sicher in die Play-Offs einziehen werden“, sagt der überzeugte Junggeselle und hat keine Bedenken, dass er beim ersten Eistraining am Mittwoch in der Donau-Arena Trainer Leos Sulak – „Ich hatte schon einige gute Gespräche mit ihm“ – unangenehm auffallen könnte. „Ich habe mich sehr gut vorbereitet.“

Und einen ähnlichen Eindruck macht auch John Sicinski. „Ich war sehr wenig auf dem Fahrrad“, kann er problemlos ins Eistraining einsteigen. Und er freut sich schon auf das Zusammenspiel mit Michl, den die Statistik als exzellenten Passgeber ausweist. Zuletzt in Dortmund – „da war mir doch einiges fremd“ – waren es 15 Tore und 39 Assists in 36 Spielen.

EVR soll aus dem Schneckenhaus herauskommen

„Bei uns wird derzeit vieles umgebaut, beim EVR anscheinend auch“, sah Center-Manager Christian Frauenstein („unsere gedeihliche Zusammenarbeit soll auch ein Zeichen des Aufbruchs sein“) etliche Gemeinsamkeiten. „Ich denke, es ist Zeit, dass der EVR wieder aus dem Schneckenhaus heraus kommt.“ Und so konnten auch Marketing-Leiter Alex Müller und der 1. Vorsitzende Christian Köcher, der zudem die Vertragsverlängerung von Daniel Huber bekannt gab, darauf verweisen, dass sich wieder etwas rührt., „Weitere Pressekonferenzen und Fan-Stammtische werden folgen.“

Auf der heutigen Pressekonferenz im Reebok Fitness Club gab der EV Regensburg bekannt das Verteidiger Martin Ancicka auch in der kommenden Saison für den EV Regensburg auflaufen wird. In der abgelaufenen Oberliga-Saison stand der Deutsch-Tscheche 43 mal für dem EVR auf dem Eis (8 Tore/42 Vorlagen). Martin Ancicka kehrte im Januar 2011 von den Nürnberg Ice Tigers zum EV Regensburg zurück.

Als neue Nummer 1 im Tor wurde Martin Cinibulk vorgestellt. Der 36-jährige Deutsch-Tscheche wechselt von den Passau Black Hawks zum EV Regensburg. Martin Cinibulk spielte hauptsächlich in der 2. Bundesliga für die Bietigheim Steelers, Landshut Cannbials, den ESV Kaufbeuren und den SC Riessersee. Sein ersten Spiel auf deutschem Boden bestritt er 1999 für den Deggendorfer SC (Oberliga).

Die Wahl ist vorbei, die Fronten geklärt. Christian Köcher geht mit seinem Team in eine neue Amtszeit und hat gleich zu Beginn einen riesigen Berg Arbeit vor sich. Aber sein Team ist motiviert, die Herausforderung anzugehen. Das EVR-Schiff steuert mit voller Kraft in Richtung Zukunft.

 

Es war voll bei dieser Mitgliederversammlung. Obwohl “nur” etwa die Hälfte der ca. 500 Mitglieder anwesend waren, darunter übrigens auch einige Spieler, wurde es in der Gaststätte der Donau Arena recht kuschlig, auf Grund des Andrangs begann die Veranstaltung mit deutlicher Verspätung.

Die ersten Tagesordnungspunkte waren eine Art Vorgeplänkel. Aufregungspotenzial bot der Kassenbericht der scheidenden Schatzmeisterin Zierer, die ein Minus im unteren sechsstelligen Bereich bekannt gab. Etwa die Hälfte dieses Minus macht eine Steuernachzahlung aus, die der EVR wegen zu hoher Gewinne aus dem Vorjahr leisten musste. Die Frage, warum dies der Schatzmeisterin nicht aufgefallen war und sie den Vorstand von einer drohenden Steuernachzahlung nicht informiert hatte, blieb aus. Anzumerken ist, dass sich dieser Kassenbericht auf den Zeitraum 1.1.2011 bis 31.12.2011 bezieht, somit Einnahmen und Ausgaben vom Rest der Saison, sowie vom Bambiniturnier nicht mit eingerechnet sind. Dies soll allerdings geändert, das Geschäftsjahr der Eishockeysaison angepasst werden. Somit soll bei den Finanzen größere Transparenz erreicht werden.

Schließlich kam es zur lange erwarteten Vorstandswahl. Zuerst stellten sich die Kandidatenteams vor und erläuterten ihr Konzept. Es begann Amtsinhaber Köcher, der sich zunächst kurz fassen wollte und auf die schriftliche Ausfertigung seiner Ideen hinwies, auf Nachfrage ging er dann jedoch ins Detail. In einer recht engagierten Rede führte er aus, man wolle einen Wirtschaftsbeirat, Elternrat, Fanbeirat (den es unter der Regie der Fanbeauftragten unter der Bezeichnung “Arbeitskreis Fandialog” bereits gibt) und einen Ehrenrat schaffen, um mehr Transparenz und ein besseres Miteinander zu erreichen. Der Kader soll kostenoptimiert verstärkt werden, denn es bringe nichts, wenn man “hinten herumkrebst” und infolgedessen die Zuschauer, der größte Sponsor des Vereins, ausbleiben. Die Nachwuchsarbeit soll weiter gefördert, der Breitensport ausgebaut werden. Im Jugend- und Juniorenbereich sollen zweite Mannschaften installiert werden, um Kindern, die in der Leistungsspitze nicht mithalten können, eine Perspektive zu bieten und sie an den Verein zu binden. Bei einem Aufstieg der ersten Kampfmannschaft in die 2. Bundesliga werde man wieder eine GmbH gründen, allerdings in besserer Kooperation mit dem Hauptverein. Im Gegensatz zur Vergangenheit soll hier niemand mehr bevormundet werden. Auch der Bereich Sponsoring, Merchandise und Öffentlichkeitsarbeit solle ausgebaut werden. Schließlich zog Herr Köcher noch ein Ass aus dem Ärmel: Man habe Eisbärenlegende Jiri Lala als Berater gewinnen können. Dies sorgte für Applaus bei den Anwesenden.

Im Anschluss daran stellte Herr Hofmeister sein Team vor. Im Bezug auf sein Konzept sagte er, dass er sich Herrn Köcher weitgehend anschließe, dass man aber die Wirtschaftlichkeit immer streng im Auge behalten müsse. Mehr habe er nicht zu sagen. Daraufhin ergriff Herr Zierer das Wort und wollte noch einige Dinge anfügen, wurde aber zunächst aus dem Publikum unterbrochen, ob denn jetzt Herr Hofmeister für den Posten des 1. Vorstandes kandidiere, oder er, Zierer. Dieser wies darauf hin, dass es das Team Hofmeister nur im Paket gebe (Zuruf aus dem Publikum: “oder gar nicht!”).

Nach einem 118:118-Patt im ersten Wahlgang setzte sich dann Herr Köcher mit 121:116 stimmen durch, was bei Teilen der Mitglieder Jubel auslöste.

Die Herausforderung für die neue Vorstandschaft ist eine große. Man muss zügigst den Kader komplettieren, Sponsoren finden und die Vorbereitung starten, denn in vier Wochen geht es mit den Testspielen los. Noch am Wahlabend sagte mir Herr Ostertag, 2. Vorstand, dass man heute sechs Spielerverträge unterzeichnen wolle, darunter auch Martin Ancicka und Martin Cinibulk.

Die Zeit drängt, aber das Team um Christian Köcher scheint genug Energie und Motivation zu haben, die ihnen gestellten Aufgaben zu meistern. Man kann ihnen dabei nur Glück wünschen.

Fanclub Rot-Weiß e.V.

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