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EVR-Vorstandswahl: Was war, was wird

Die Wahl ist vorbei, die Fronten geklärt. Christian Köcher geht mit seinem Team in eine neue Amtszeit und hat gleich zu Beginn einen riesigen Berg Arbeit vor sich. Aber sein Team ist motiviert, die Herausforderung anzugehen. Das EVR-Schiff steuert mit voller Kraft in Richtung Zukunft.

 

Es war voll bei dieser Mitgliederversammlung. Obwohl “nur” etwa die Hälfte der ca. 500 Mitglieder anwesend waren, darunter übrigens auch einige Spieler, wurde es in der Gaststätte der Donau Arena recht kuschlig, auf Grund des Andrangs begann die Veranstaltung mit deutlicher Verspätung.

Die ersten Tagesordnungspunkte waren eine Art Vorgeplänkel. Aufregungspotenzial bot der Kassenbericht der scheidenden Schatzmeisterin Zierer, die ein Minus im unteren sechsstelligen Bereich bekannt gab. Etwa die Hälfte dieses Minus macht eine Steuernachzahlung aus, die der EVR wegen zu hoher Gewinne aus dem Vorjahr leisten musste. Die Frage, warum dies der Schatzmeisterin nicht aufgefallen war und sie den Vorstand von einer drohenden Steuernachzahlung nicht informiert hatte, blieb aus. Anzumerken ist, dass sich dieser Kassenbericht auf den Zeitraum 1.1.2011 bis 31.12.2011 bezieht, somit Einnahmen und Ausgaben vom Rest der Saison, sowie vom Bambiniturnier nicht mit eingerechnet sind. Dies soll allerdings geändert, das Geschäftsjahr der Eishockeysaison angepasst werden. Somit soll bei den Finanzen größere Transparenz erreicht werden.

Schließlich kam es zur lange erwarteten Vorstandswahl. Zuerst stellten sich die Kandidatenteams vor und erläuterten ihr Konzept. Es begann Amtsinhaber Köcher, der sich zunächst kurz fassen wollte und auf die schriftliche Ausfertigung seiner Ideen hinwies, auf Nachfrage ging er dann jedoch ins Detail. In einer recht engagierten Rede führte er aus, man wolle einen Wirtschaftsbeirat, Elternrat, Fanbeirat (den es unter der Regie der Fanbeauftragten unter der Bezeichnung “Arbeitskreis Fandialog” bereits gibt) und einen Ehrenrat schaffen, um mehr Transparenz und ein besseres Miteinander zu erreichen. Der Kader soll kostenoptimiert verstärkt werden, denn es bringe nichts, wenn man “hinten herumkrebst” und infolgedessen die Zuschauer, der größte Sponsor des Vereins, ausbleiben. Die Nachwuchsarbeit soll weiter gefördert, der Breitensport ausgebaut werden. Im Jugend- und Juniorenbereich sollen zweite Mannschaften installiert werden, um Kindern, die in der Leistungsspitze nicht mithalten können, eine Perspektive zu bieten und sie an den Verein zu binden. Bei einem Aufstieg der ersten Kampfmannschaft in die 2. Bundesliga werde man wieder eine GmbH gründen, allerdings in besserer Kooperation mit dem Hauptverein. Im Gegensatz zur Vergangenheit soll hier niemand mehr bevormundet werden. Auch der Bereich Sponsoring, Merchandise und Öffentlichkeitsarbeit solle ausgebaut werden. Schließlich zog Herr Köcher noch ein Ass aus dem Ärmel: Man habe Eisbärenlegende Jiri Lala als Berater gewinnen können. Dies sorgte für Applaus bei den Anwesenden.

Im Anschluss daran stellte Herr Hofmeister sein Team vor. Im Bezug auf sein Konzept sagte er, dass er sich Herrn Köcher weitgehend anschließe, dass man aber die Wirtschaftlichkeit immer streng im Auge behalten müsse. Mehr habe er nicht zu sagen. Daraufhin ergriff Herr Zierer das Wort und wollte noch einige Dinge anfügen, wurde aber zunächst aus dem Publikum unterbrochen, ob denn jetzt Herr Hofmeister für den Posten des 1. Vorstandes kandidiere, oder er, Zierer. Dieser wies darauf hin, dass es das Team Hofmeister nur im Paket gebe (Zuruf aus dem Publikum: “oder gar nicht!”).

Nach einem 118:118-Patt im ersten Wahlgang setzte sich dann Herr Köcher mit 121:116 stimmen durch, was bei Teilen der Mitglieder Jubel auslöste.

Die Herausforderung für die neue Vorstandschaft ist eine große. Man muss zügigst den Kader komplettieren, Sponsoren finden und die Vorbereitung starten, denn in vier Wochen geht es mit den Testspielen los. Noch am Wahlabend sagte mir Herr Ostertag, 2. Vorstand, dass man heute sechs Spielerverträge unterzeichnen wolle, darunter auch Martin Ancicka und Martin Cinibulk.

Die Zeit drängt, aber das Team um Christian Köcher scheint genug Energie und Motivation zu haben, die ihnen gestellten Aufgaben zu meistern. Man kann ihnen dabei nur Glück wünschen.

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