Die Tölzer Löwen sind von der Messerattacke auf einen Deggendorfer Fan vom Freitag entsetzt und tief betroffen. ECT-Präsident Josef Hintermaier besuchte das Opfer im Tölzer Krankenhaus, um sich ganz offiziell im Namen der Löwen zu entschuldigen und Genesungswünsche zu überbringen.
"Ich werde gut versorgt, habe keine Schmerzen und möchte am liebsten schnell heim", wird Quirin S. zitiert, der voraussichtlich am Montag das Krankenhaus wieder verlassen kann.
Allerdings hat Quirin S. Glück gehabt, großes Glück sogar. Wie der behandelnde Krankenhaus-Arzt erzählt, verfehlte die von einem Unbekannten geführte Messerklinge die Milz nur knapp und prallte gegen einen Knochen. Doch wenn sich keine Infektion einstellt und nichts Unvorhersehbares geschieht, dann wird ihn in etwa zwei Wochen nur noch eine kleine Narbe am Rücken an den Zwischenfall erinnern.
Der Deggendorfer Fan schildert den Tathergang wie folgt: In einer Zigarettenpause vor der Arena habe er einen Wortwechsel mit einem Löwen-Anhänger gehabt. Erst gab ein Wort das andere, dann flogen die Fäuste - bevor sein Kontrahent mit dem Messer zustach und floh.
Präsident Hintermair gab nach dem Besuch folgende Stellungnahme ab: "Es ist schlimm, dass ein solcher Vorfall unseren schönen Sport belastet und einen Schatten auf den Eishockeystandort Bad Tölz wirft. Wir bedauern zutiefst, was am Freitag geschehen ist und distanzieren uns vor dieser verabscheuungswürdigen Tat. Wir werden alles daran setzen, dass der Täter gefunden und zur Rechenschaft gezogen wird. Dem Opfer wünschen wir gute Besserung und weiterhin viel Freude an unserem schönen Sport. Mit meinen Deggendorfer Kollegen habe ich bereits gesprochen. Wir sind uns einig, dass man gemeinsam mit den echten Fans Lösungen finden muss, um solche Vorfälle künftig zu unterbinden."