Die Tölzer Löwen sind von der Messerattacke auf einen Deggendorfer Fan vom Freitag entsetzt und tief betroffen. ECT-Präsident Josef Hintermaier besuchte das Opfer im Tölzer Krankenhaus, um sich ganz offiziell im Namen der Löwen zu entschuldigen und Genesungswünsche zu überbringen.
"Ich werde gut versorgt, habe keine Schmerzen und möchte am liebsten schnell heim", wird Quirin S. zitiert, der voraussichtlich am Montag das Krankenhaus wieder verlassen kann.
Allerdings hat Quirin S. Glück gehabt, großes Glück sogar. Wie der behandelnde Krankenhaus-Arzt erzählt, verfehlte die von einem Unbekannten geführte Messerklinge die Milz nur knapp und prallte gegen einen Knochen. Doch wenn sich keine Infektion einstellt und nichts Unvorhersehbares geschieht, dann wird ihn in etwa zwei Wochen nur noch eine kleine Narbe am Rücken an den Zwischenfall erinnern.
Der Deggendorfer Fan schildert den Tathergang wie folgt: In einer Zigarettenpause vor der Arena habe er einen Wortwechsel mit einem Löwen-Anhänger gehabt. Erst gab ein Wort das andere, dann flogen die Fäuste - bevor sein Kontrahent mit dem Messer zustach und floh.
Präsident Hintermair gab nach dem Besuch folgende Stellungnahme ab: "Es ist schlimm, dass ein solcher Vorfall unseren schönen Sport belastet und einen Schatten auf den Eishockeystandort Bad Tölz wirft. Wir bedauern zutiefst, was am Freitag geschehen ist und distanzieren uns vor dieser verabscheuungswürdigen Tat. Wir werden alles daran setzen, dass der Täter gefunden und zur Rechenschaft gezogen wird. Dem Opfer wünschen wir gute Besserung und weiterhin viel Freude an unserem schönen Sport. Mit meinen Deggendorfer Kollegen habe ich bereits gesprochen. Wir sind uns einig, dass man gemeinsam mit den echten Fans Lösungen finden muss, um solche Vorfälle künftig zu unterbinden."

Zum ersten Mal in der Geschichte bewirbt sich Deutschland zusammen mit einer anderen Nation um die Ausrichtung eines sportlichen Großevents. Unter dem Motto „Tous ensemble pour 2017“ (Gemeinsam für 2017) hat Deutschland zusammen mit Frankreich diese Projektidee für die Ausrichtung der 2017 IIHF Eishockey Weltmeisterschaft beim Internationalen Eishockey Verband (IIHF) eingereicht.

Dies haben der Deutsche Eishockey-Bund e.V. und der Französische Eishockey-Verband (FFHG) heute auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Pokalfinales in Paris bekannt gegeben. Demnach würde Deutschland Hauptstandort der WM (Host) und Frankreich Co-Host werden.
Beide Verbände hatten sich im vergangenen Jahr fristgerecht um die Ausrichtung der WM beworben. Weitere Bewerber sind Lettland und Dänemark. Die Dänen versuchen bereits zum dritten Mal das begehrte Turnier ins eigene Land zu holen. „Nicht nur durch die besondere Geschichte der beiden Länder und die inzwischen entstandene Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich, auch sporthistorisch ist dies ein einzigartiges Projekt.“, betont DEB-Präsident Uwe Harnos. Auch in Frankreich ist man sich der Bedeutung der gemeinsamen Bewerbung bewusst, so unterstützen auch der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und das französische Nationale Olympische Komitee (NOK) die Bewerbung.
In Finnland (2012) und Schweden (2013) werden bereits die Vorrunden in den jeweils anderen Ländern ausgetragen. Die Konzeptidee Deutschland/Frankreich steht statutengemäß noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den IIHF.
Bewerbung profitiert von neuem Spielsystem Das neue IIHF Spielsystem bietet optimale Voraussetzungen, um das Turnier in zwei Ländern durchzuführen. Ab 2012 sind die 16 teilnehmenden Nationen in zwei Gruppen à acht Teams aufgeteilt (bisher 4 x 4). Die unplanbare Zwischenrunde, sowie die nicht attraktiven Relegationsspiele entfallen.
Die Planung sieht vor, dass neben den Vorrunden (je 28 Spiele) die Viertelfinalspiele auf beide Länder aufgeteilt werden und die Halbfinalbegegnungen sowie das Spiel um Bronze und das Finale in Deutschland stattfinden. Somit sollen 34 der insgesamt 64 WM-Spiele (früher 56) in der Bundesrepublik und 30 in Frankreich ausgetragen werden. Als Spielort steht in unserem Nachbarland bereits Paris Bercy fest. Die Arena, die schon jetzt den WM-Standards entspricht, wird bis zum Jahr 2015 modernisiert und auf 14.000 Plätze erweitert. In Deutschland kommen beispielsweise Berlin, Köln oder Mannheim mit Ihren modernen Arenen und Infrastrukturen für die Austragung der Spiele in Frage.
Zwei Länder – zwei Heim-Mannschaften „Mit zwei Heim-Mannschaften würden wir ein höchst attraktives Turnier für die Teams und Zuschauer in beiden Ländern sowie für die Eishockey Familie weltweit schaffen.“, erklärt DEB-Generalsekretär Franz Reindl, der die gemeinsame Bewerbung vorantreiben und auch die WM17 wieder organisieren soll. „Frankreich alleine könnte niemals eine WM durchführen, aber mit Deutschland als Partner haben wir eine große Chance.“, ergänzt Luc Tardif, der Präsident des französischen Eishockey Verbandes (FFHG). Die Entwicklung des Eishockeysports in beiden Ländern und in Mitteleuropa wird profitieren. Zudem wird für eine Weltmeisterschaft ein größerer Markt erschlossen.
Bewerbungslogo in Gedenken an Robert Müller Das offizielle Bewerbungslogo enthält neben den Flaggen beider Nationen einen stilisierten Torhüter, der die Nummer 80 trägt. „Damit soll des 2009 verstorbenen Nationalspielers Robert Müller gedacht werden, dessen Todestag sich im Mai 2017 zum achten Mal jährt.“, erläuterte Franz Reindl.
Weitere Details wird der Deutsche Eishockey-Bund e.V. auf einer Pressekonferenz voraussichtlich Ende März bekannt geben.

Aufgrund unserer Verletzungsmisere wurde unser Juniorenspieler Michael Welter für den Kader der Oberliga nachnominiert. Michael wird heute bereits in Passau seinen ersten Einsatz als Verteidiger in der OL Süd haben. Michael ist wesentlich am Aufstieg unserer Junioren in die Bundesliga beteiligt gewesen und mit ein Garant für den hervorragenden Tabellenplatz dieses Teams in der laufenden Saison.

Ungewöhnlich, aber erfreulich früh hat der Deutsche Eishockey Bund den Modus und die Rahmentermine für die kommendeSpielzeit 2012/13 in der Oberliga Süd bekannt gegeben. Bei der Tagung nahmen auch zahlreiche Clubvertreter potenzieller Aufsteiger aus der Bayernliga und der Regionalliga Südwest teil.
"Unsere Intention war es, sowohl den derzeitigen Oberligisten als auch den potenziellen Aufsteigern alle relevanten Informationen für die kommende Saison 2012/2013 zu geben, damit diese frühzeitig mit ihren Planungen beginnen können", wird DEB-Präsident Uwe Harnos in der Pressemitteilung des DEB zitiert.
Der Start derOberliga-Süd-Hauptrunde erfolgt am Freitag, 28.09.2012 mit zwölf Clubs und ermittelt in einer Doppelrunde (44 Spieltage) bis zum 24.02.2013 die Teilnehmer der Ausscheidungs-Play-offs (Plätze eins bis acht) sowie der Abstiegs-Play-downs (Plätze neun bis zwölf).
"Wir freuen uns, dass eine deutliche Mehrheit der potenziellen Aufsteiger großes Interesse an der Oberliga-Süd gezeigt und positive Statements bezüglich eines Aufstieges abgegeben haben, so dass in der nächsten Saison ein für alle Clubs optimaler Modus umgesetzt werden kann", äußerte sich Thomas Manzei, Vorstand des VER Selb, zufrieden im Anschluss an die Tagung.

Am Ende einer arg wechselhaften Hauptrunde könnte für den Eishockey-Oberligisten EV Regensburg am Wochenende der Playoff-Einzug fix sein – wenigstens rein theoretisch und rein rechnerisch. Null Punkte für Schlusslicht Erding, deren sechs für den aktuellen Tabellensiebten – und der Fall wäre klar. „Gegen Füssen würde ich gerne die Serie mit 3:1-Siegen beenden“, sagt Günter Eisenhut vor dem Heimspiel heute (20 Uhr) gegen die Allgäuer. „Und mit Passau ist noch eine Rechnung offen“, denkt der EVR-Trainer vor dem Spiel am Sonntag (18.30 Uhr) in Niederbayern an die bisherigen drei Niederlagen.

Als Team mit den zwei Masken hatte auch Eisenhut seine Truppe zuletzt bezeichnet und beschreibt die Arbeit an der Konstanz so: „Du kannst nicht mehr tun als immer wieder zu reden – und dann anfangen zu beten und zu hoffen.“ Bis Mittwochabend war die Stimmung im Team gut gewesen, dann sorgte ein Trainingszusammenprall, bei dem der zuletzt beim 6:1 in Klostersee überzeugende Torwart Jonas Leserer eine Gehirnerschütterung erlitt, für neue Sorgen. Bis Mitte nächster Woche wird der 25-Jährige wohl ausfallen und auch sein Mitstreiter im Tor, Maximilian Englbrecht, war angeschlagen, wird aber auflaufen.

Dazu wird die von Anfang an dünne Personaldecke in der Abwehr knapp und knapper. Youngster Johannes Gebler muss nach seiner Schulterverletzung operiert werden und fällt genau wie Andreas Dörfler bis Saisonende aus. Und auch Patrick Landstorfer fehlt wenigstens an diesem Wochenende wegen eines „leichten Bandscheibenvorfalls“ (Eisenhut).

Weil auch Benedikt Brückner bei den Straubing Tigers nicht abkömmlich ist, schlägt die Stunde von Jan Helmrath, der zwischendrin in der Warteschleife stand. „Wir spielen wahrscheinlich mit fünf Verteidigern“, sagt Eisenhut. Vorne sieht es viel besser aus: Der EVR setzt auf die Sturmreihen vom Sonntag, also auch auf Straubings Max Forster. Dazu stehen Mario Dörfler, Jakob Leserer, Andi Tahedl und auch Daniel Huber erstmals nach seiner Blinddarmoperation zur Verfügung.

Platz fünf ist für den EVR bei zwei Spielen weniger und sechs Punkten mehr für Deggendorf wohl nur noch mit einer größeren Siegesserie zu erreichen – zumal es kein direktes Duell mehr gibt. Aber mit etwaigen Playoff-Gegnern Bad Tölz oder Füssen könnte Günter Eisenhut als Sechster oder Siebter gut leben. „Gegen Tölz steht es 2:2 und gegen Füssen haben wir auch zweimal gewonnen“, sagt er. „Verstecken brauchen wir uns da nicht.“

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